{"id":1785,"date":"2010-11-06T17:43:52","date_gmt":"2010-11-06T16:43:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=1785"},"modified":"2011-01-18T04:31:51","modified_gmt":"2011-01-18T03:31:51","slug":"oaxaca-%e2%80%93-antigua","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2010\/11\/06\/oaxaca-%e2%80%93-antigua\/","title":{"rendered":"Oaxaca \u2013 Antigua"},"content":{"rendered":"<p>Aus der Stadt Oaxaca fuhren wir entlang der MEX175, trotz einigen gemeinen Steigungen war dies eine angenehme Strecke, wie sich erst sp\u00e4ter herausstellte ;-).<br \/>\nNur noch die Gebirgskette &#8222;Sierra Madre del Sur&#8220; trennte uns von der Pazifikk\u00fcste. Wir w\u00e4hlten die \u00f6stlichere Route via Pochutla, die Strecke direkt Richtung Puerto Escondido ist ziemlich anstrengend beschrieben &#8211; wir sind doch in den Ferien und vor allem definitiv keine Bergfl\u00f6he&#8230; ;-).<br \/>\nDoch bei dieser Route hat die Beschreibung im Bikebuch versagt. Ein Pickup-Transport half uns dabei die Leistung auf ein angemessenes Niveau zu bringen.<br \/>\nBei Puerto Escondido wollten wir unsere ersten Tage am Strand verbringen. Anne-Marie empfahl uns einen einsamen Strand, an dem man auch zelten kann. So haben wir &#8222;Playa Roca Blanca&#8220; auch tats\u00e4chlich gefunden. Als wir das Zelt im Restaurant aufgestellt hatten und das Fischfilet gerade serviert wurde, sagten die Besitzer, dass sie jetzt gehen, wir k\u00f6nnen morgen bezahlen &#8211; danach sassen wir ein bisschen perplex alleine am Strand. Am folgenden Tag haben wir den Strand und auch das Fischfilet nochmals genossen&#8230; \ud83d\ude09<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUm ein bisschen schneller gegen S\u00fcden zu kommen und uns die H\u00f6henmeter nach San Cristobal zu ersparen fuhren wir mit dem Nachtbus.<br \/>\nIm Reisef\u00fchrer steht, dass es schwierig ist weniger als eine Woche zu bleiben&#8230; So kam es dann auch &#8211; ein &#8222;Ausflug&#8220; nach Palenque (eine sch\u00f6ne Mayaruine), Monikas Geburtstag, Gesundheits-Probleme, unz\u00e4hlige gute Restaurants und ein wundersch\u00f6nes Hostel liessen uns erst nach einer Woche weiterziehen. San Cristobal, eine alte Kolonialstadt, hat eigentlich nicht viel zu bieten, ausser eine \u00fcberschaubare Gr\u00f6sse, ein angenehmes Klima und eine Fussg\u00e4ngerzone mit vielen M\u00f6glichkeiten zum &#8222;Durchschlemmen&#8220;, so dass es uns sehr gut gefallen hat und wir gerne einfach ein bisschen l\u00e4nger blieben.<\/p>\n<p>Weiter ging es, wie f\u00fcr Mexico \u00fcblich, gleich mit einem Anstieg und das obwohl wir bereits auf 2100m.\u00fc.m. waren. Wir waren noch 2 Velotage von der guatemaltekischen Grenze entfernt, wovon der Zweite sch\u00f6n aber anstrengend werden sollte. Ohne Erwartungen fuhren wir nach Comitan, zu unserem Erstaunen war auch diese Stadt sehr einladend und mit ihrem Zocalo absolut einen Besuch wert.<br \/>\nDer letzte Velotag in Mexico war mit 1200m Abfahrt nicht halb so anstrengend wie im Buch beschrieben &#8211; mal eine angenehme \u00dcberraschung. So fuhren wir am gleichen Tag \u00fcber die Grenze und erledigten den Papierkram.<\/p>\n<p>Die Topografie in Guatemala ist nicht viel anders als in Mexico. In einem sch\u00f6nen Tal, ging es dem Fluss &#8222;Selegua&#8220; entlang hoch bis nach Huehuetenango.<br \/>\nEntlang der Strasse wurden die Kaffeebohnen-Setzlinge vorbereitet, welche dann an beinahe unzug\u00e4nglichen H\u00e4ngen zu Kaffeestr\u00e4ucher heranwachsen. Lediglich der regelm\u00e4ssige Abfall und die stinkigen &#8222;Chickenbusse&#8220; tr\u00fcbte das Bild vom sch\u00f6nen Tal&#8230; ;-). &#8222;Chickenbusse&#8220; sind alte amerikanische Schulbusse, meistens bunt angemalt, so viele Kleber auf der Frontscheibe, dass man nichts mehr sieht und mit einer v\u00f6llig \u00fcberdimensionierten Hupe ;-)!<br \/>\nXela (Quetzaltenango) erreichten wir dann mit einem solchen Bus, was alleine schon als Erlebnis gilt. Es herrscht eine unglaubliche Hektik bei Fahrer, Kassier und Gep\u00e4ckverantwortlichem. Die Passagiere hingegen nehmen alles ganz gelassen und quetschen sich in die Sitze. Im Fahren werden die Gep\u00e4cksst\u00fccke auf dem Dach befestigt. F\u00fcr jeden Fahrgast am Strassenrand wird gestoppt. Es wird Essen verkauft, Vitamintabletten und goldige Kugelschreiber werden angepriesen und immer wieder steigt jemand ein und erz\u00e4hlt seine traurige Lebensgeschichte um ein paar Quetzal zu erbetteln.<br \/>\nIn Xela war gerade ein ziemlich spezielles Kirchenfest, eine Prozession. Jugendliche der verschiedenen Kirchen erstellten auf den Strassen Bilder mit farbigem S\u00e4gemehl. Anschliessend wurde das ganze mit einem Ritual gesegnet. Die armen, \u00e4lteren Frauen mussten\/durften ein riesiges Holz-\/Pflanzengebilde tragen und kamen h\u00f6chstens im G\u00e4nsschritt voran. Am besten sieht man es auf den Fotos&#8230; Bis um 15 Uhr wurden die aufw\u00e4ndigen Bilder erstellt und anschliessend gleich wieder zusammengewischt.<\/p>\n<p>Die Strecke zum Atitlansee f\u00fchrte uns \u00fcber den h\u00f6chsten Punkt der Panamericana in Guatemala (3000m) und anschliessend mit einer 1500m Abfahrt zum See hinunter.<br \/>\nDie letzten 15km und 600 H\u00f6henmeter waren so steil, dass wir daf\u00fcr 2 Stunden brauchten. Dass es vor der letzten Abfahrt nochmals 200m hoch ging, verschaffte dieser Etappe einen einzigartigen Reiz :-). So versuchten wir am Schluss mit eingeschalteter Stirnlampe den Schlagl\u00f6chern auszuweichen.<\/p>\n<p>San Pedro la Laguna ist ein kleines Aussteiger-D\u00f6rfchen. Die &#8222;Touristenmeile&#8220; (eher ein schmaler Pfad) geht am See entlang und die Einheimischen halten sich da h\u00f6chstens &#8222;gesch\u00e4ftlich&#8220; auf.<br \/>\nAn unserem zweiten Ruhetag am See wanderten wir auf den gleichnamigen Vulkan San Pedro. Vor 3 Jahren sind Martin und Sybille mit ihren Guide so schnell hoch gestiegen, dass dieser nicht mehr mit kam. Danach wurde bestimmt der Nachwuchs gef\u00f6rdert und wir durften mit dem 17-J\u00e4hrigen Francisco hochlaufen &#8211; der Muskelkater bestimmt jetzt noch unseren Alltag ;-)!!<\/p>\n<p>Die Fahrt nach Antigua war dann nicht ganz nach unserem Geschmack. Wir sind gerade einmal 15km gefahren und hatten danach 500m Aufstieg in unseren Muskelkaterbeinen. V\u00f6llig \u00fcberraschend sind in einen pl\u00f6tzlichen Wetterumschwung gefahren und hatten auf 2700m gerade noch 9 Grad, Nebel und Regen (hmm, das sind wir uns nach 5 Wochen Sonne nicht mehr gew\u00f6hnt ;-)). So sind wir dann ziemlich durchgefroren wieder auf dem Chickenbus umgestiegen. Nach einer etwas nervenaufreibenden Fahrt erreichten wir daf\u00fcr noch am selben Abend die Touristenstadt Antigua&#8230; ;-). <\/p>\n<p>Uns ist besonders aufgefallen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ganz Mexico ist voller Topes (Bodenschwellen), vielfach kaum ersichtlich und auch die sch\u00f6nsten Abfahrten werden so vermiest&#8230; \ud83d\ude41<\/li>\n<li>Auf 3000 m.\u00fc.m. werden noch Felder bewirtschaftet!<\/li>\n<li>Was ist Zentral-, bzw. Mittelamerika? Hmm gar nicht so einfach, darum ist bei uns jetzt alles Nordamerika&#8230;<\/li>\n<li>Bei vielen kleinen Essens-St\u00e4nden tragen die K\u00f6che Mundschutz und das Geld wird mit Plastik angefasst&#8230;<\/li>\n<li>In Guatemala rufen alle Gringo, in Mexico haben sie es wahrscheinlich einfach nur gedacht&#8230; \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Englisch wird in Guatemala eher gesprochen bzw. die Leute probieren es. In Mexico wollen sie gar nicht.<\/li>\n<li>Ach ja, unser Spanisch wird immer besser &#8211; nur spontaner, nicht weniger Fehler&#8230; \ud83d\ude09<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Stadt Oaxaca fuhren wir entlang der MEX175, trotz einigen gemeinen Steigungen war dies eine angenehme Strecke, wie sich erst sp\u00e4ter herausstellte ;-). Nur noch die Gebirgskette &#8222;Sierra Madre del Sur&#8220; trennte uns von der Pazifikk\u00fcste. 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