{"id":1910,"date":"2010-12-13T05:14:29","date_gmt":"2010-12-13T04:14:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=1910"},"modified":"2011-01-18T04:28:53","modified_gmt":"2011-01-18T03:28:53","slug":"san-juan-del-sur-bis-alajuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2010\/12\/13\/san-juan-del-sur-bis-alajuela\/","title":{"rendered":"San Juan del Sur bis Alajuela"},"content":{"rendered":"<p>Abgesehen vom leicht nervigen Gegenwind der uns von San Juan del Sur bis zur Grenze begleitete, genossen wir die letzen Kilometer in Nicaragua. Wie schon w\u00e4hrend der ganzen Route in Nicaragua hielt sich der Verkehr sehr in Grenzen, die Umgebung wirkte irgendwie gepflegter und der Blick auf die Vulkaninsel Ometepe war wundersch\u00f6n. <\/p>\n<p>Die Grenzformalit\u00e4ten hatten wir wie immer relativ schnell abgewickelt. Nur mit Fahrrad gestaltet sich dies meist nicht so schwierig. Spannend w\u00e4re es diesmal jedoch bei der Einreise nach Costa Rica geworden, falls wir kein Ticket f\u00fcr die Ausreise h\u00e4tten vorweisen k\u00f6nnen. Was in vielen L\u00e4ndern eigentlich Vorschrift w\u00e4re (so viel wir wissen), wurde in Costa Rica zum ersten Mal gepr\u00fcft &#8211; und genau hier konnten wir es auch bieten :-).<\/p>\n<p>Nach dem wir dem witzigen, roten, deutschen Hotelbus in Kanada das erste Mal begegnet sind, trafen wir an der Grenze zum zweiten Mal auf einen solchen. In 30 Tagen von Mexiko City bis Panama City, beispielsweise 1 Stunde Aufenthalt in Antigua, \u00fcbernachten wie in einem Kaninchenstall &#8211; es gibt wirklich unterschiedliche Wege L\u00e4nder zu bereisen ;-). Am besten erkl\u00e4ren es Bilder, wer Lust hat: <a href=\"http:\/\/www.rotel.de\">www.rotel.de<\/a>!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nCosta Rica begr\u00fcsste uns mit Pura Vida, Regen, Affengebr\u00fcll und ansonsten zu Beginn \u00e4hnlichem Landschaftsbild wie in Nicaragua. Bereits in La Cruz, unserem ersten Stopp in Costa Rica, konnten wir jedoch feststellen, dass wir f\u00fcr \u00dcbernachtungen und Essen nun etwas tiefer in die Tasche greifen m\u00fcssen. Die folgenden Tage f\u00fchrte unsere Route durch die Halbinsel Nicoya. Eine sehr touristische Region an der Pazifikk\u00fcste, mit duzenden von grossen und kleinen, idyllischen und \u00fcberv\u00f6lkerten Str\u00e4nden. Immer wieder wurde nun sp\u00fcrbar, dass wir uns in einem etwas wohlhabenderen Land befinden. H\u00e4user mit G\u00e4rten, bewirtschaftetes Land mit Z\u00e4unen, Kuhweiden und moderne Einkaufszentren fanden wir nun entlang der Strecke. Nat\u00fcrlich sp\u00fcrten auch wir den amerikanischen und touristischen Einfluss den viele Reisende so negativ empfinden. F\u00fcr uns machte es das Velofahren jedoch sehr angenehm und entspannend. Wahrscheinlich trug auch die sch\u00f6n flache Strecke dazu bei ;-)! Wir genossen es so richtig :-)!<br \/>\nBei unserem einzigen Abstecher zur K\u00fcste &#8211; an die Playa Grande &#8211; wollten wir eigentlich Riesenschildkr\u00f6ten beim Legen der Eier beobachten. Die verlangten 50 Dollar waren uns daf\u00fcr dann doch zuviel und so genossen wir das gute Essen unseres Hotel-Restaurants. Zudem konnten wir w\u00e4hrend des Velofahrens gratis Affen und Leguane beobachten, was f\u00fcr uns ein w\u00fcrdiger Ersatz war. <\/p>\n<p>Am Ende der Halbinsel Nicoya ging es mit der F\u00e4hre aufs Festland nach Puntarenas. Nur noch etwa 90 Kilometer und 1000 H\u00f6henmeter trennten uns von Alajula, von wo es anschliessend per Flugzeug nach Peru weitergeht. Wir hatten gehofft die Stecke in einem Tag zur\u00fccklegen zu k\u00f6nnen. Zu Beginn waren wir noch ganz optimistisch &#8211; zum ersten Mal in ganz Mittelamerika durften wir auf einem separaten Veloweg fahren. Die anschliessenden Neigungen von bis zu 20% zwangen uns dann regelm\u00e4ssig dazu, das Tandem zu schieben. Total k.o und nass geschwitzt erreichten wir den Gipfel und beschlossen die fehlenden 25 Kilometer auf den n\u00e4chsten Tag zu verschieben. Phuu, Gl\u00fcck gehabt &#8211; am n\u00e4chsten Tag ging&#8217;s zuerst nochmals runter, danach hoch und hoch &#8211; selbstverst\u00e4ndlich mit Gegenwind. Unsere Nerven h\u00e4tten das am Tag zuvor wahrscheinlich nicht mehr mitgemacht!  <\/p>\n<p>Alajuela ist die friedliche Stadt etwa 20 Kilometer von San Jos\u00e9 entfernt, in welcher sich der internationale Flughafen befindet. Hier quartierten wir uns f\u00fcr einige Tage in einem genialen B&#038;B ein um einige organisatorische Dinge zu erledigen. Im chaotischen San Jos\u00e9 besorgten wir uns die Reisef\u00fchrer f\u00fcr S\u00fcdamerika, in Alajuela deckten wir uns mit Verpackungsmaterial f\u00fcr unser Tandem ein und am Flughafen versuchten wir den Transport des Tandems zu organisieren &#8211; leider erfolglos&#8230; Mit Hilfe der B&#038;B-Besitzer fanden wir doch noch eine M\u00f6glichkeit wie wir das Tandem direkt nach La Paz in Bolivien schicken k\u00f6nnen. Ob dies wirklich funktioniert stellt sich jedoch erst am Montag morgen kurz vor unserem Abflug heraus ;-)! <\/p>\n<p>Zwischen all den organisatorischen Dingen machten wir einen 3-t\u00e4gigen Bus-Ausflug in den Nationalpark Tortuguero an der Karibikk\u00fcste. Tortuguero ist nur per Schiff erreichbar und bekannt f\u00fcr seinen Eco-Tourismus und die vielen Tiere, die es zu beobachten gibt. Leider war uns das Wetter f\u00fcr einmal nicht besonders wohl gesinnt, sondern machte dem Namen &#8222;Regenwald&#8220; alle Ehre. Unsere Kanufahrt durch die Kan\u00e4le viel deshalb buchst\u00e4blich ins Wasser. Beim Spaziergang durch den Park konnten wir dann immerhin etwa 2-3 V\u00f6gel und unendlich viele Ameisen beobachten ;-)!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Alajuela sind das Tandem und wir nun reisebereit. Wir werden uns in Peru mit Curdin und Judith treffen und das Land mit dem Rucksack bereisen. Deshalb w\u00e4re es auch toll, k\u00f6nnten wir das Tandem direkt nach Bolivien senden, wo wir es dann im Januar wieder abholen w\u00fcrden. Wir werden sehen :-)!<\/p>\n<p>Wir hatten eine sehr spannende, abwechslungsreiche, sch\u00f6ne und herausfordernde Zeit in Mittelamerika, freuen uns nun aber auch auf den neuen Abschnitt :-)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abgesehen vom leicht nervigen Gegenwind der uns von San Juan del Sur bis zur Grenze begleitete, genossen wir die letzen Kilometer in Nicaragua. 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