{"id":1973,"date":"2011-01-16T23:38:55","date_gmt":"2011-01-16T22:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=1973"},"modified":"2011-01-18T04:28:01","modified_gmt":"2011-01-18T03:28:01","slug":"alajuela-bis-arequipa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2011\/01\/16\/alajuela-bis-arequipa\/","title":{"rendered":"Alajuela bis Arequipa"},"content":{"rendered":"<p>Am Morgen unseres Abfluges nach Lima standen wir p\u00fcnktlich zur Laden\u00f6ffnungszeit mit unserem gut verpackten Tandem (inkl. einem Teil des Gep\u00e4cks) bei einer costaricanischen Frachtagentur. Ohne genau zu wissen wie teuer uns der Transport nach Bolivien zu stehen kommt, eingedeckt lediglich mit einer Visitenkarte der Agentur und m\u00fcndlichen Abmachungen, jedoch mit viel Glauben an das Gute im Menschen, liessen wir unser Packet in Alajuela. Das Einchecken ohne Tandem und die vielen einzelnen Velotaschen lief super entspannt und so konnten wir endlich mal wieder in Ruhe die Atmosph\u00e4re eines Flughafens geniessen ;-).<\/p>\n<p>In Lima, der abwechslungsreichen und lebendigen Hauptstadt Perus, f\u00fchlten wir uns sofort wohl. Entlang sauberer Strassen gibt es jede Menge zu entdecken: sch\u00f6ne Kolonialgeb\u00e4ude, edle Hochh\u00e4user und einfache Bauhausungen; gem\u00fctliche Caf\u00e9s, teure Restaurants oder kleine Billigbeizen; noble Boutiquen, riesige Einkaufszentren und Einmann- oder Frau-Strassenst\u00e4nde; Strandpromenade, Grossstadt-Chaos sowie Quartier-Feeling &#8211; das alles in einer friedlichen und quirligen Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Curdin und Judith, unsere aus der Schweiz angereisten Backpack-Freunde, litten w\u00e4hrend der ersten Tage noch etwas unter der langen Anreise sowie leichten Abnutzungserscheinungen des schweizerisch-\/lichtensteinischen Arbeitsstresses. So verbrachten wir noch zwei gem\u00fctliche Tage in Lima und genossen das mitgebrachte Rivella, die Schweizer Schoggi, Weihnachtsguetsli und die SI (mit Sonderbeilage \u00fcber Federer)!! Anschliessend machten wir uns dann auf, Richtung S\u00fcden. Unser erstes Ziel war das in der K\u00fcstenw\u00fcste liegende Nationalreservat Paracas und die dazu geh\u00f6rigen Islas Ballestas &#8211; die Galapagos-Inseln der Armen ;-). Auf einer 2-st\u00fcndigen-Bootsfahrt bestaunten wir die unz\u00e4hligen V\u00f6gel, die Pelikane, die herzigen Humboldt-Pinguine, die knalligen Seesternen und die faulen Seel\u00f6wen. Dass zudem eine riesige Felszeichnung, der Kerzenleuchter von Paracas, zu sehen war, ersparte uns den Ausflug zu den bekannten Nazca-Linien. Die anschliessende Tour durch die unglaublichen Weiten der etwas eint\u00f6nigen W\u00fcste war f\u00fcr uns W\u00fcsten-Neulinge ein faszinierendes Erlebnis.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnseren n\u00e4chsten Stopp legten wir in der Oase von Huacachina ein. Die Oase ist umgeben von 100-Meter hohen D\u00fcnen, optimal zum Sandboarden. Martin und Curdin liessen sich dieses Erlebnis nat\u00fcrlich nicht entgehen und genossen vor allem die rasante Buggy-Fahrt.<br \/>\nDie Gegend von Huacachina ist ebenfalls bekannt f\u00fcr seine Weinbaugebiete. Auf einer 4-st\u00fcndigen-Weintour konnten wir Unmengen von Wein und Pisco (dem Nationalgebr\u00e4u) degustieren. Beim ersten Weingut ganz stilgerecht aus Weingl\u00e4sern, beim Zweiten aus durchsichtigen Weisswein-Plastikgl\u00e4sern und beim Dritten aus weissen Plastikbechern. Leider blieb f\u00fcr Essen dazwischen keine Zeit, so dass es bald ziemlich lustig wurde ;-)!<\/p>\n<p>Nach unserer ersten Nacht-Busfahrt erreichten wir Arequipa. Arequipa, die weisse Stadt, liegt bereits auf 2300 Metern und ist deshalb optimal, um sich auf die h\u00f6her gelegenen Regionen in Peru und Bolivien vorzubereiten. Zudem bietet sie selbst Einiges. Wundersch\u00f6ne Geb\u00e4ude, tolle Aktivit\u00e4ten und nat\u00fcrlich &#8211; gute Restaurants ;-)!<br \/>\nWir starteten am 23. Dezember eine wundersch\u00f6ne 3-t\u00e4tige Trekkingtour in den Colca Canyon, den zweittiefsten Canyon der Welt. Unsere Gruppe bestand aus drei jungen Deutschen, die soeben ein Auslandsemester im Norden von Mexiko absolvierten, einem jungen australischen Paar, uns Vieren und unserem Guide Ono. T\u00e4glich standen ca. 3,5 Stunden wandern auf dem Programm. Am ersten Tag 1000 Meter runter, am dritten Tag die 1000 Meter wieder rauf. Dazwischen blieb viel Zeit zum relaxen, baden und Spielen. Zudem stand am zweiten Tag Heiligabend vor der T\u00fcr. In unserer stromlosen Unterkunft assen wir Spaghetti bei Kerzenlicht, tranken die zwei Flaschen Wein die wir mitgeschleppt hatten und verkrochen uns schon um ca. 22.30 ins Bett. Schliesslich hiess es am n\u00e4chsten Tag um 5.00 Uhr aufstehen um die 1000 H\u00f6henmeter zu bew\u00e4ltigen. Die s\u00fcdamerikanische Tradition, bei welcher um Mitternacht Panetone gegessen, heisse Schokolade getrunken und gefeiert wird, musste Ono mit der K\u00fcchencrew aufrecht erhalten ;-).<br \/>\nAuf der R\u00fcckfahrt nach Arequipa konnten wir die riesigen Kondore mit ihren 3 Metern Spannweite beobachten. Zudem besteht die faszinierende Landschaft in dieser Region aus hunderten, von Hand gefertigten Terrassen, welche die Bewohner zur Landbebauung verwenden.<br \/>\nIm Hostel angekommen, wollten wir alle 9 gleichzeitig unsere Weihnachtsmails checken, so dass das Internet nat\u00fcrlich schlapp machte ;-). Also g\u00f6nnten wir uns halt zuerst eine Pizza und stiessen mit Sangria nochmals auf Weihnachten an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Morgen unseres Abfluges nach Lima standen wir p\u00fcnktlich zur Laden\u00f6ffnungszeit mit unserem gut verpackten Tandem (inkl. einem Teil des Gep\u00e4cks) bei einer costaricanischen Frachtagentur. 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