{"id":2232,"date":"2011-02-06T12:48:31","date_gmt":"2011-02-06T11:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=2232"},"modified":"2011-02-06T13:07:02","modified_gmt":"2011-02-06T12:07:02","slug":"la-paz-bis-uyuni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2011\/02\/06\/la-paz-bis-uyuni\/","title":{"rendered":"La Paz bis Uyuni"},"content":{"rendered":"<p>\ufeffSo einfach war es dann doch nicht, unser Tandem in Bolivien zu \u201eimportieren\u201c. Es kostete uns 2 Tagen den ben\u00f6tigten Papierkrieg zu bew\u00e4ltigen, verursachte unerwartete zus\u00e4tzliche Kosten und strapazierte zeitweise unsere Nerven. Zum Schluss hatten wir das Tandem jedoch in unseren H\u00e4nden und waren eine Erfahrung reicher!<\/p>\n<div id=\"_mcePaste\">Dann war es soweit, wir konnten wieder in die Pedale treten. Obwohl \u2013 nicht f\u00fcr lange Zeit&#8230; Wie immer nach einer l\u00e4ngeren Pause folgte sogleich die erste Panne! Mitten auf der Hauptstrasse im Zentrum von La Paz platzte der Schlauch unseres Vorderpneus. Das Problem war schnell behoben uns so krochen wir schon bald die Hauptstrasse nach \u201eEl Alto\u201c hoch. Das uns ein Fussg\u00e4nger dabei w\u00e4hrend etwa 2 Kilometern joggend folgte und uns zwischendurch sogar noch schob, war zwar nett aber auch ziemlich deprimierend.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Mit \u201eEl Alto\u201c erreichten wir dann auch das Altiplano, in welchem wir uns anschliessend bis Uyuni bewegten. Das Altiplano schien uns zu Beginn jedoch gar nicht so \u201eplano\u201c! Die unendlich langen, geraden Strassen stiegen oft ganz langsam an, so dass man das Gef\u00fchl nicht los wurde, auf einer geraden Fl\u00e4che nicht vom Fleck zu kommen. Nicht gerade motivierend!<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Das Altiplano ist kahl, trocken und nur wenig besiedelt. Grasb\u00fcschel, Lamas und Schafe, entfernte sanfte Bergketten und die faszinierende Weite des Himmels pr\u00e4gten die Landschaft. D\u00f6rfer bestehen meist aus einigen Lehmh\u00fctten, vielen halb zerfallenen Lehmh\u00fctten und einem Basketballplatz ;-)! Immer wieder fragten wir uns, wie sich die Menschen in diesen D\u00f6rfern wohl f\u00fchlen k\u00f6nnen \u2013 die Leute selbst aber (wenn dann welche zu sehen waren) wirkten zufrieden und begegneten uns sehr freundlich.<br \/>\n<!--more--><\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Nach 3 Tagen erreichten wir die Provinzhauptstadt Oruro. Da unserem Velocomputer die Batterie ausgegangen war und wir das Kabel vom GPS-Tracker verloren haben, machten wir uns auf die Suche nach Neuem \u2013 erfolglos! Diese spannende Strecke wollten wir nicht ohne Velocomputer zur\u00fccklegen, so entschieden wir uns, nochmals nach La Paz zur\u00fcckzukehren. 3 Stunden Busfahrt und schon waren wir wieder in La Paz \u2013 etwas frustrierend ;-)! Velocomputer und Batterie waren auch da nicht zufinden, immerhin aber ein neues GPS-Ger\u00e4t!<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">In den 3 Tagen bis Oruro merkten wir, dass wir nicht wie in Zentralamerika reisen konnten. Es waren keine kleinen \u201eRestaurants\u201c mehr am Strassenrand zu finden und die Unterk\u00fcnfte waren sehr, sehr einfach. Die ruhige, einsame und friedliche Gegend bot sich jedoch optimal zum zelten und selber kochen an. So deckten wir uns w\u00e4hrend des Ausflugs nach La Paz mit Nahrungsmitteln f\u00fcr die n\u00e4chsten 7 Tage ein.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Landschaftlich unterschied sich die Strecke von Oruro bis zum Beginn des Salzsees nicht wesentlich von den ersten Tagen. Was sich jedoch \u00e4nderte war die Strassenqualit\u00e4t. Auf Schotterpiste folgte Waschbrett, wurde dann zu Flussbett oder Schlammstrasse. Das zehrte teilweise an unseren Nerven, haupts\u00e4chlich litten wir jedoch mit unserem Tandem. Das scheint es aber ohne Schaden \u00fcberstanden zu haben :)!<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Immer n\u00e4her kamen wir dem Vulkan Tunupa und somit auch dem Salar de Uyuni! Nachts regnete es nun meistens, so dass wir ziemlich verunsichert waren, ob der Salar mit dem Velo noch passierbar sein w\u00fcrde. Gespannt nahmen wir die Zufahrtsstrasse zum Salzsee und \u2013 er war mit ca. 5 cm Wasser bedeckt. Naja, sagten wir uns, das sollte machbar sein und wir fuhren los!<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Zu Beginn war die Salzfl\u00e4che noch ziemlich braun und die polygonale Form war gut sp\u00fcrbar, es f\u00fchlte sich an wie auf einer alten Eisenbahnstrecke \u2013 babum \u2013 babum&#8230; ;-). Nach ca. 16km wurde es richtig weiss und wundersch\u00f6n flach, nur das Wasser blieb. Die Insel Incahuasi, mitten im Salar, war in der Ferne bereits sichtbar und unser neues GPS tat seinen Dienst perfekt. Ohne das h\u00e4tten wir nicht geglaubt, dass wir der Insel tats\u00e4chlich n\u00e4her kommen. Wir trampten und schnauften, da das Wasser uns auf knapp 15km\/h bremste. Gegen Abend wurde bis anhin das Wetter schlecht und wir wollten unbedingt noch rechtzeitig auf die Insel kommen. Es ist kaum vorstellbar wie lange sich so was hinziehen kann.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Es war wie wenn wir in Winterthur losgefahren w\u00e4ren, alles w\u00e4re komplett flach, es hat eine riesige \u201ePf\u00fctze\u201c von 5cm, man f\u00e4hrt nach Baden und sieht beim losfahren bereits die Ruine Stein! Und das Beste \u2013 am n\u00e4chsten Tag geht\u2019s genau gleich nach Altdorf! \ud83d\ude42<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Auf der Insel gibt es wenige Bewohner, die eigentlich nur wegen den Touristen dort leben. Kaum angekommen haben wir uns vom Salz befreit, uns im Refugio eingerichtet und nach dem Inselspaziergang gem\u00fctlich zu Abend gegessen.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Am n\u00e4chsten Tag \u00a0fuhren wir ins 70km entfernte Colchani. Wir waren uns nie ganz einig, ob wir den Jeepspuren folgen sollten, welche leicht in die falsche Richtung zeigten und immer wieder von anderen Spuren in diverse Richtungen gekreuzt wurden oder sollten wir doch dem GPS vertrauen und gerade \u00fcber die Fl\u00e4che steuern. So haben wir einen Mittelweg versucht, was jedoch bestimmt nicht optimal war. Wir sind dann ca. 500m zu weit n\u00f6rdlich ans Ufer gekommen, blieben mit dem Tandem fast im Schlamm stecken und haben das ber\u00fchmte Salzhotel verpasst. Froh \u201ean Land\u201c zu sein und das Salz hinter uns zu haben, st\u00f6rte uns dies nur einen kurzen Moment und der Applaus der Touristen in den Jeeps tat ebenfalls gut :).<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">In Colchani haben wir schlussendlich doch noch unser verdientes, wenn auch um einiges einfacheres Salzhotel gefunden. Erst am n\u00e4chsten Tag nahmen wir die letzten 20km nach Uyuni unter die R\u00e4der \u2013 nat\u00fcrlich \u00fcber Waschbrettpiste ;-).<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Alles in allem war es ein unglaublich sch\u00f6nes Erlebnis. Die atemberaubende Weite und der leicht Bew\u00f6lkte Himmel der sich auf der Wasseroberfl\u00e4che spiegelte, liess uns immer wieder anhalten und Fotos schiessen.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Die Strecke von Uyuni nach Argentinien sei sehr schlecht und da der Zug nur 2mal die Woche f\u00e4hrt, wollten wir die Zeit nutzen um die Homepage zu aktualisieren. Doch leider war es nur ein Dorf mit sehr schlechtem Internet und mindestens gleich schlechten Restaurants. So sind wir eher zwei Tage herumgegangen und haben verzweifelt nach etwas brauchbarem gesucht&#8230; \ud83d\ude42<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Jetzt sind wir bereits in La Quiaca (Argentinien). Hmm, bereits ist nicht ganz richtig. Heute w\u00e4re eigentlich ein Velotag gewesen, jedoch haben wir f\u00fcr die Grenz\u00fcberquerung Bolivien\/Argentinien 7 Stunden gebraucht! Es h\u00e4tte noch l\u00e4nger gedauert, doch mit \u201ebetteln\u201c hat ein Grenzw\u00e4chter unsere P\u00e4sse \u00fcber eine \u201eHintert\u00fcr\u201c f\u00fcr uns gestempelt (ohne Geld :)).<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\ufeffSo einfach war es dann doch nicht, unser Tandem in Bolivien zu \u201eimportieren\u201c. Es kostete uns 2 Tagen den ben\u00f6tigten Papierkrieg zu bew\u00e4ltigen, verursachte unerwartete zus\u00e4tzliche Kosten und strapazierte zeitweise unsere Nerven. 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