{"id":2524,"date":"2011-05-15T09:58:58","date_gmt":"2011-05-15T07:58:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=2524"},"modified":"2011-05-16T04:28:42","modified_gmt":"2011-05-16T02:28:42","slug":"melbourne-bis-broken-hill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2011\/05\/15\/melbourne-bis-broken-hill\/","title":{"rendered":"Melbourne bis Broken Hill"},"content":{"rendered":"<p>Auf Anraten von Megan verliessen Melbourne s\u00fcdlich Richtung Mornington Peninsula. Die K\u00fcstenstrasse f\u00fchrte uns entlang sch\u00f6ner Str\u00e4nde und durch kleine, touristische D\u00f6rfer. Dennoch schien es niemanden zu st\u00f6ren, wenn wir abends denn Sonnenuntergang auf einem der vielen \u00f6ffentlichen Parkpl\u00e4tze direkt am Meer genossen und uns erst am n\u00e4chsten Morgen oder besser gesagt gegen Mittag wieder auf den Weg machten. An der Spitze der Halbinsel befindet sich im Mornington Peninsula Nationalpark ein ehemaliger Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt. Einige Geb\u00e4ude sind heute der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Besonders gefallen hat uns der Point Nepean jedoch haupts\u00e4chlich wegen der Landschaft und der Aussicht. Die Halbinsel ist so schmal, dass man auf der einen Seite die raue Ozeank\u00fcste und auf der anderen das ruhige Wasser von Port Phillip bewundern kann.<br \/>\nDann war es mal an der Zeit uns vom strengen B\u00fcssli-Reisen zu erholen und uns eine Dusche zu g\u00f6nnen. Wo k\u00f6nnte man das besser als im Thermalbad \u2013 haben sich auch viele andere gesagt ;-)! Trotzdem wars sch\u00f6n und gem\u00fctlich, sich in die diversen, nur etwa kniehohen Becken zu setzen und den Sternenhimmel zu betrachten. Alles in allem hat sich der Umweg \u00fcber die Mornington-Halbinsel, welche mehrheitlich von reicheren Australiern genutzt wir, v\u00f6llig gelohnt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen brachte uns eine F\u00e4hre nach Queenscliff und somit in die N\u00e4he der Great Ocean Road. Gerne h\u00e4tten wir diesen K\u00fcstenabschnitt zu Fuss auf dem 100km langen \u201eGreat Ocean Walk\u201c zur\u00fcckgelegt. Jedoch muss man sich daf\u00fcr bereits 2 Wochen im Voraus anmelden (um eine Camping-Bewilligung zu erhalten), ebenfalls fehlten uns die geeigneten Rucks\u00e4cke und so liessen wir die Idee wieder fallen. Statt dessen beschlossen wir gleich in Anglesea eine eint\u00e4gige K\u00fcstenwanderung zu machen. Die Entscheidung hat sich gelohnt, obwohl wir es schon bald bereut hatten, dass wir am Morgen wieder einmal nicht aus den Federn kamen. So reichte es nur noch f\u00fcr einen 15-min\u00fctigen Mittagshalt um halb Vier und die letzten Kilometer legten wir bei Abendd\u00e4mmerung zur\u00fcck ;-)!<!--more-->Umso n\u00e4her wir der Great Ocean Road kamen, desto mehr wimmelte es von Touristen. Gruppen- und B\u00fcsslireisende, Backpacker und solche, die ihren Great Ocean Walk scheinbar etwas fr\u00fcher geplant hatten ;-)! Wir verkrochen uns noch vor den 12 Aposteln, der Hauptattraktion der Great Ocean Road, in ein abgelegenes Waldst\u00fcck und verliessen es erst wieder am n\u00e4chsten Nachmittag, als sich der Regen verzogen hatte. So zeigten sich uns die ber\u00fchmten Felsbrocken doch noch in sch\u00f6nstem Sonnenlicht. Dieser K\u00fcstenabschnitt ist wundersch\u00f6n, alle paar hundert Meter hat es wieder eine braune Hinweistafel, welche zu sehensw\u00fcrdigen Felsen f\u00fchren. Irgendwann liessen wir es dann sein ;-)!<\/p>\n<p>Nachdem wir die Great Ocean Road hinter uns gelassen hatten, fuhren wir wieder ein kurzes St\u00fcck auf dem Princess Highway, welcher seit Sydney die schnellere Variante zur K\u00fcstenstrasse ist. Bis anhin war die Landschaft meist h\u00fcgelig und die Strasse ges\u00e4umt mit B\u00fcschen und den verschiedensten Arten von Eukalyptus-B\u00e4umen. Die letzten 100km nach Mount Gambier fuhren wir durch Tannenwald. B\u00e4ume in Reih und Glied, aufgeteilt in Felder von jung bis alt. Nur noch die toten K\u00e4nguruhs passten nicht in das schwedische Ambiente.<br \/>\nDie Region bei Mount Gambier, ist bekannt f\u00fcr die vielen H\u00f6hlen und erloschenen Vulkane. Da diese kleinen Vulkane meist die einzige Erhebung weit und breit sind, hat man einen wunderbaren Rundumblick nach nur kurzer Aufstiegszeit. Wesentlich effizienter als in der Schweiz! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Nach einigen hundert sehr flachen Kilometern, fuhren wir mit dem eher ruhigeren Samstagsverkehr in die Stadt Adelaide. Gekonnt fuhren wir im rechtwinkligen Strassensystem immer gerade aus bis zur Kreuzung an der wir rechts zum Campingplatz abbiegen mussten. \ud83d\ude09 Bereits vor zwei Jahren war ich (Martin) mit einem Camper hier auf dem Platz und es hat sich noch nichts ge\u00e4ndert. Danach machten wir, was wir in solchen Situationen immer tun \u2013 eine Stadtbesichtigung inklusive Kaffeehalt! \ud83d\ude09<br \/>\nDer Vorort Glenelg wurde zu unserem \u201eNaherholungsgebiet\u201c. Wir gingen diese Strecke 6mal und zwei mal davon sind wir sogar gejoggt, damit wir nicht v\u00f6llig einrosten!<\/p>\n<p>Die Zeit in Adelaide ging schnell vorbei und es kam der Moment, an dem wir uns entscheiden mussten &#8211; wie weiter?<br \/>\nDie verschiedensten Varianten haben wir bereits geh\u00f6rt. Nach Alice Springs fliegen, direkt nach Perth fahren oder gar nicht in den Westen&#8230;<br \/>\nWir hielten an unserem urspr\u00fcnglichen Plan fest \u2013 jetzt wieder zur\u00fcck zur Ostk\u00fcste zu fahren. Wir haben das Gef\u00fchl, dass wir auf diese Weise am meisten M\u00f6glichkeiten haben unsere Reise unseren W\u00fcnschen anzupassen.<\/p>\n<p>So fuhren wir weiter \u00fcber Mintaro zum Clare Valley &#8211; eine Weinregion die zus\u00e4tzlich noch mit \u201ealten\u201c H\u00e4usern wirbt. Die Reben, welche die besten Zeiten bereits hinter sich gebracht hatten, f\u00e4rbten die Landschaft teilweise in unattraktives Braun, manchmal jedoch leuchteten sie in sch\u00f6nen herbstlichen Farben.<br \/>\nEinen Katzensprung (300km) hinter dem ehemaligen Kupferminen-St\u00e4dtchen Burra erreichten wir das Outback von New South Wales.<br \/>\nEin langer, gerader und einsamer Highway f\u00fchrte durch die karge Landschaft. Ein bisschen f\u00fchlten wir uns ins Altiplano von S\u00fcdamerika zur\u00fcckversetzt. Neben etlichen Lastwagen waren auch erstaunlich viele Wohnwagen unterwegs durchs Niemandsland. Wie uns Ela und Tobi sp\u00e4ter erz\u00e4hlten, reizt viele von ihnen die Suche nach Opalen oder \u00e4hnlichem.<br \/>\nDieses Jahr bescherte vermehrter Regen der Region eine Pause vom ewigen roten Sand, welcher bei einem Sandsturm durch alle Ritzen dringt. Die rote Erde ist \u00fcberwachsen mit gr\u00fcnen Str\u00e4uchern und kleinen, farbigen Blumen. Dies geschieht nur etwa alle 15 bis 20 Jahre.<\/p>\n<p>Nach langem Fahren erreichten wir die 20\u2019000-Einwohner-Stadt Broken Hill. Eine alte Silberstadt, deren Silber-, Kupfer und Zink-Minen noch heute in Betrieb sind. Broken Hill ist eine Oase im Niemandsland und eine Stadt, in der man viel \u00fcber das interessante Leben im Outback erfahren kann. So bekommt man beispielsweise beim St\u00fctzpunkt der Flying Doktors einen Einblick in die medizinische Versorgung der Region und kann deren Flugzeuge aus dem Hause \u201ePilatus\u201c besichtigen ;-).<br \/>\nDie Lichtverh\u00e4ltnisse sowie die Landschaft f\u00fchren zudem viele K\u00fcnstler nach Broken Hill. Ihre Werke sieht man in unz\u00e4hligen Galerien und an vielen W\u00e4nden der Geb\u00e4ude (Murals).<br \/>\nTrotz der spannenden Natur und der mittlerweile guten Versorgung ist es uns noch immer ein R\u00e4tsel, wie man hier im Outback leben kann. F\u00fcr einen Besuch w\u00fcrden wir jedoch jederzeit wiederkommen :-)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Anraten von Megan verliessen Melbourne s\u00fcdlich Richtung Mornington Peninsula. Die K\u00fcstenstrasse f\u00fchrte uns entlang sch\u00f6ner Str\u00e4nde und durch kleine, touristische D\u00f6rfer. 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