{"id":2693,"date":"2011-07-25T15:45:29","date_gmt":"2011-07-25T13:45:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=2693"},"modified":"2011-07-25T17:47:58","modified_gmt":"2011-07-25T15:47:58","slug":"istanbul-bis-edirne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2011\/07\/25\/istanbul-bis-edirne\/","title":{"rendered":"Istanbul bis Edirne"},"content":{"rendered":"<p>Unsere letzte Woche in Sydney verging wie im Flug. Tobu-r\u00e4umen und reinigen, Flyer aufh\u00e4ngen, umpacken, aber auch ein Besuch bei der Schweizer B\u00e4ckerei und ein gem\u00fctliches Wochenende mit Silvan und Sarah standen auf dem Programm.<\/p>\n<p>Dann war es soweit \u2013 ein letztes Mal auf unserer Reise um die Welt, stand uns eine Etappe mit Sicht aus der Vogelperspektive bevor. Silvan chauffierte uns zum Flughafen und leicht nerv\u00f6s wie jedes Mal, stellten wir uns beim Einchecken in die Kolonne. Nacheinander stellten wir unsere Gep\u00e4ckst\u00fccke samt Tandem auf die Waage und atmeten erleichtert auf, als die Dame am Schalter meinte: \u201eYou made it!\u201c. Weshalb sie statt der 2 x 20kg, 2 x 30kg durchgehen liess stellten wir nicht weiter in Frage und genossen entspannt unsere letzten Stunden in Australien im quirligen Treiben des Flughafens.<\/p>\n<p>23 Reise-Stunden dauerte es um vom australischen Winter in den t\u00fcrkischen Sommer zu fliegen. Der Tag war noch kaum angebrochen, als uns das Taxi gekonnt durchs Gew\u00fchl zum Hostel fuhr, welches mitten im touristischen aber sch\u00f6nen Stadtteil Sultanahmet lag. Dort verzogen wir uns erst mal f\u00fcr einige Stunden ins klimatisierte Zimmer bevor wir uns ein erstes Mal ein Bild der \u00fcberf\u00fcllten, spannenden und farbigen Stadt machten. Sch\u00f6n \u2013 wieder in eine neue und ganz andere Kultur eintauchen zu k\u00f6nnen!<!--more-->Die folgenden Tage bestaunten wir die imposanten Moscheen, lauschten osteurop\u00e4ischen und asiatischen Kl\u00e4ngen am Jugend- und Kulturfestival, beobachteten fasziniert das Treiben am goldenen Horn (Bucht), genossen die Aussicht vom Pierre Lotti Caf\u00e9 und schlenderten durch Gassen, Strassen und Bazaars. Zwischendurch holten wir den verpassten Schlaf nach, schwitzten, setzten das Tandem zusammen (alles noch ganz J), schwitzten, genossen es mal wieder unbegrenzt \u201ewifi\u201c zu haben und Podcasts herunterladen zu k\u00f6nnen, schwitzten weiter und starteten nat\u00fcrlich die Suche nach DEM D\u00fcr\u00fcm oder Kebab oder wie auch immer&#8230; Schliesslich d\u00fcrfen wir jetzt Fastfood essen ohne gleich als Kulturbanausen zu gelten ;-). Leider mussten wir bald feststellen, dass wir die \u201everschweizerischte\u201c Form den Originalen vorziehen!<\/p>\n<p>Nach 5 Tagen Istanbul nahmen wir dann definitiv unsere Heimreise in Angriff! Um dem Stadtverkehr entgehen zu k\u00f6nnen schipperten wir mit der Bosporus-F\u00e4hre Richtung schwarzes Meer. Nach einem Mittagessen im Fischrestaurant setzten wir uns um 16.00 Uhr dann doch noch aufs Tandem \u2013 zum Gl\u00fcck wird\u2019s hier erst um etwa 21.00 Uhr dunkel. Wir pedalten durch ruhige Vorstadt- und Industriegebiete, welche ausser zwei sch\u00f6nen alten Viadukten nicht wirklich viel Sehenswertes zu bieten hatten.<br \/>\nNach etwa 20 Kilometern dann doch noch \u2013 der obligate platte Reifen wie an jedem 1. Reisetag einer neuen Etappe \ud83d\ude09 \u2013 bereits das f\u00fcnfte Mal!! Wenig sp\u00e4ter stellten wir unser Zelt bei einem Picknikplatz auf, nachdem wir uns im Migros (J) mit dem N\u00f6tigsten f\u00fcrs Abendessen eingedeckt hatten.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten zwei Tage kamen wir nur langsam vorw\u00e4rts und k\u00e4mpften mit der Hitze! Nachmittags brannte die Sonne gnadenlos auf die Strasse, so dass der aufgeweichte Asphalt an unseren Pneus klebte und ein h\u00e4sslich schmatzendes Ger\u00e4usch von sich gab. Leichte Steigungen f\u00fchlten sich an wie H\u00f6chstleistungssport. Immer wieder stellten wir uns f\u00fcr Trinkpausen in den Schatten und g\u00f6nnten uns an den Tankstellen ein gek\u00fchltes Fanta oder ein Eis.<br \/>\nDie Gastfreundschaft der T\u00fcrken machten die Tage trotzdem zu sch\u00f6nen Erlebnissen. So durften wir in Kestanelik bei Emre zu Hause \u00fcbernachten, wurden bekocht und bewirtet. Unterwegs bot man uns immer wieder Tee, Joghurt oder Wasser an, winkte uns zu und bat uns zu sich an den Tisch, wo dann Melonen, Ayran (Joghurt-Getr\u00e4nk) und vieles mehr aufgetischt wurde. Obwohl wir das erste Mal in einem Land unterwegs sind, in welchem wir die Landessprache \u00fcberhaupt nicht sprechen und Englisch nicht weit verbreitet ist, sind die Menschen gastfreundlich und offen wie in keinem anderen Land!<\/p>\n<p>Nach 3 Tandem-Hitze-Tagen war es Zeit f\u00fcr einen Ruhetag in Saray und eine Strategie\u00e4nderung. So klingelte der Wecker die folgenden Tage nicht mehr um 7.30, sondern um 6.00 Uhr. Um 7.00 Uhr sassen wir im Sattel und genossen f\u00fcr 2-3 Stunden angenehm, k\u00fchle Bedingungen. Wir radelten auf nur leicht befahrenen Strassen entlang von Sonnenblumen- und Getreidefeldern und erreichten unsere Tagesziele jeweils bereits um die Mittagszeit \u2013 vor der grossen Hitze J.<br \/>\nWir sind nicht die einzigen Velofahrer auf dieser Strecke. Das holl\u00e4ndische Ehepaar Wim und Marga haben ihr Ziel \u2013 Istanbul \u2013 bald erreicht und vermachten uns kurzerhand ihre nicht mehr ben\u00f6tigten Landkarten und Donau-Radweg-F\u00fchrer. Einmal mehr die Best\u00e4tigung: Es kommt gut, so wie es kommt! J!<\/p>\n<p>Nun sind wir in Edirne, dem nordwestlichen Zipfel der T\u00fcrkei, angekommen und machen Pause! Besichtigen die geschichtstr\u00e4chtige, sch\u00f6ne Stadt mit der gem\u00fctlichen Fussg\u00e4ngerzone und der beeindruckenden Moschee und nutzen die Zeit um die Abst\u00e4nde der Homepage-Eintr\u00e4ge mal wieder zu verk\u00fcrzen ;-)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere letzte Woche in Sydney verging wie im Flug. Tobu-r\u00e4umen und reinigen, Flyer aufh\u00e4ngen, umpacken, aber auch ein Besuch bei der Schweizer B\u00e4ckerei und ein gem\u00fctliches Wochenende mit Silvan und Sarah standen auf dem Programm. 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