{"id":2756,"date":"2011-08-19T16:27:43","date_gmt":"2011-08-19T14:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=2756"},"modified":"2011-09-03T12:51:38","modified_gmt":"2011-09-03T10:51:38","slug":"edirne-bis-belgrad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2011\/08\/19\/edirne-bis-belgrad\/","title":{"rendered":"Edirne bis Belgrad"},"content":{"rendered":"<p>Nach unseren Ruhetagen ging es zuerst einige Kilometer durch Griechenland bevor wir die Grenze zu Bulgarien \u00fcberquerten. Wie schon so oft staunten wir auch hier, wie viel sich nach einer k\u00fcnstlich gezogenen Landesgrenze schlagartig \u00e4nderte! Es waren keine Kopft\u00fccher mehr zu sehen oder Muezine zu h\u00f6ren, die H\u00e4user waren einfacher, daf\u00fcr konnte man nun \u00fcberall Lidl, Billa und sonstige importierten Riesen finden. Schon in der T\u00fcrkei verstanden wir ja kein Wort mehr, nun kam uns aber zus\u00e4tzlich die Schrift ziemlich spanisch vor! An diese kyrillische Schrift mussten wir uns erst gew\u00f6hnen! Ziemlich markant ver\u00e4nderte sich aber auch die Mentalit\u00e4t der Menschen. Die Bulgaren begegneten uns viel zur\u00fcckhaltender und schienen teilweise genervt, wenn wir ihre Sprache nicht verstanden.<\/p>\n<p>So oft es ging versuchten wir auf dem Weg nach Sofia die stark befahrene Hauptverkehrsachse zu meiden und wichen auf die kurvigeren Nebenstrassen aus. Aber auch die Fahrt auf der Hauptstrasse hatte durchaus seine spannenden Seiten. So \u00fcberholten uns haupts\u00e4chlich Fahrzeuge mit deutschen, holl\u00e4ndischen oder \u00f6sterreichischen Kennzeichen. Nach genauerem Beobachtungen urteilten wir, dass es sich meist um Ausland-T\u00fcrken handeln muss. Wie ruhig muss es auf dieser Strasse wohl sein, wenn die Ferienzeit vor\u00fcber ist ;-). Genossen haben wir auf dieser Strecke die super ausgebauten Tankstellen. Immer mit gem\u00fctlichen Tischen, sauberen Toiletten, Glaces und meist mit wifi. Die Pausen dort wurden dann vielfach l\u00e4nger als verdient ;-)!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nEntlang mittlerweile verbl\u00fchten Sonnenblumenfelder und viel Landwirtschaft pedalten wir durch Bulgarien und \u00fcberholten dabei immer wieder Esel- oder Pferdefuhrwerke. Da Unterk\u00fcnfte eher Mangelware darstellten verbrachten wir einige N\u00e4chte im Zelt. Die Sonne brannte noch immer erbarmungslos vom Himmel und so steuerten wir f\u00fcr die n\u00e4chste richtige Dusche die Stadt Plovdiv an. Ein Gl\u00fcckstreffer! In Plovdiv gab es eine wundersch\u00f6ne Altstadt mit toll gelegenem Amphitheater zu bestaunen!<\/p>\n<p>Und dann &#8211; waren wir pl\u00f6tzlich ziemlich schnell in Sofia. Als wir am darauf folgenden Tag nach einsetzendem Regen, fehlender Unterkunft und kaputtem Pneu unter der Eisenbahnbr\u00fccke den Zug stehen sahen, stiegen wir kurzerhand um und erreichten 2 Stunden sp\u00e4ter die Hauptstadt Bulgariens. Dort k\u00e4mpften wir uns ziemlich orientierungslos durch die Stadt und es brauchte einige Zeit und viele Nerven, bis wir im erstbesten Hostel eincheckten!<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage zeigte sich uns Sofia doch noch von der sch\u00f6nen Seite! Wir besuchten die sch\u00f6nen Kirchen, schlenderten durch Gassen und Parks und genossen die guten Restaurants.<\/p>\n<p>Um das Balkan Gebirge n\u00f6rdlich von Sofia zu \u00fcberqueren suchten wir uns nat\u00fcrlich die Route aus, welche die geringste Steigung aufwies ;-)! Was folgte war eine wirklich wundersch\u00f6ne Strecke durch die Iskar-Schlucht! Da wir dem Flussverlauf folgten, waren die Steigungen auch wirklich in der Unterzahl!<\/p>\n<p>Kurz darauf erreichten wir im bulgarischen Lom die Donau, der wir nun wahrscheinlich bis Wien folgen werden. Am Abend gingen wir gem\u00fctlich Essen, doch die Nacht wurde dadurch eher ungem\u00fctlich. Eine Magenverstimmung hielt uns auf Trab und wir waren nicht in der Lage am n\u00e4chsten Tag weiterzufahren. So hatten wir unverhofft einen \u201eRuhetag\u201c an dem wir vor allem schliefen, Bouillon assen und Wasser tranken. Noch nicht ganz voll bei Kr\u00e4ften k\u00e4mpften wir uns dann ins 54km entfernte Vidin welches sch\u00f6ner als Lom sein sollte und machten da nochmals einen Tag Pause. Andreas, den wir in Istanbul getroffen hatten, und seine Freundin Steffi \u00fcberholten uns hier. Wir verbrachten einen netten Nachmittag zusammen und sie \u00fcberbrachten uns zudem unsere Badet\u00fccher welche wir im Hostel in Istanbul vergessen hatten. So konnten wir nach 20 Tagen endlich wieder mal duschen! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Vidin war gem\u00fctlich, hatte einen guten Supermarkt und eine alte Festung. Witzig waren die kleinen elektrischen Autos womit Kinder fahren konnten, doch teilweise wurden sie von den Eltern ferngesteuert! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Nach Vidin erwartete uns eine sehr sch\u00f6ne Strecke des Donau Radweges. Das Donau Durchbruchstal, durch die s\u00fcdlichen Karpaten. Die Strasse f\u00fchrte ca. 100km weitgehend durch einen Nationalpark vorbei an der engsten Stelle der Donau und war dadurch auch ziemlich felsig. Uns gefiel es hier sehr gut obwohl es manchmal den Anschein machte, als wolle der Wind uns nicht nach Hause fahren lassen.<\/p>\n<p>In Serbien bzw. in dieser Gegend findet man vielfach eher ein Privatzimmer zu mieten, weder eine Pension oder ein Hotel. Meistens hat man dann eine kleine Wohnung oder ein Zimmer welches nicht mehr gebraucht wird. Ist noch ganz witzig doch ohne serbisch bleibt die Unterhaltung gerade einmal auf das Wesentlichste beschr\u00e4nkt. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Da wir noch gen\u00fcgend Tage Zeit hatten bis nach Belgrad legten wir am Silver Lake nochmals einen Ruhetag ein und genossen das Nichtstun an einem serbischen Touristenort. Wir k\u00fchlten uns im See ab, lagen in der Wiese (die meisten serbischen Touristen auf dem Kiesstrand ;-)) und genossen die gem\u00fctlichen Restaurants.<\/p>\n<p>Von hier bis nach Belgrad fuhren wir einige Kilometer auf dem Dammweg. Man kann nicht sagen es war gut, jedoch auch nicht schlecht, da sicher der Zustand der Strasse teilweise jeden Kilometer \u00e4nderte &#8211; von unbrauchbar bis zu einem ganz angenehmen kiesigen Feldweg.<\/p>\n<p>Kurz vor Belgrad entschieden wir uns dann gegen den als schwer befahrbar bezeichneten Radweg und zogen die Hauptstrasse vor. Da diese eine selten befahrene Busspur beinhaltete, war das Radfahren viel angenehmer als erwartet. Nachdem wir auf dem Trottoir die etwas abenteuerliche Br\u00fccke zur Stadt \u00fcberquert hatten, waren wir auch schon beinahe bei unserem Hostel und erleichtert, dass alles so reibungslos geklappt hatte. Hier nutzten wir die Zeit um mal wieder zu waschen, an der Homepage zu arbeiten und das Tandem zu flicken. Mit Sightseeing hielten wir uns zur\u00fcck, da wir f\u00fcrs Wochenende Besuch aus der Schweiz erwarten! Wir freuen uns schon riesig darauf, mit Sandro Belgrad zu entdecken ;-)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach unseren Ruhetagen ging es zuerst einige Kilometer durch Griechenland bevor wir die Grenze zu Bulgarien \u00fcberquerten. Wie schon so oft staunten wir auch hier, wie viel sich nach einer k\u00fcnstlich gezogenen Landesgrenze schlagartig \u00e4nderte! 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