{"id":853,"date":"2010-05-02T23:48:04","date_gmt":"2010-05-02T21:48:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/?p=853"},"modified":"2011-01-18T04:50:46","modified_gmt":"2011-01-18T03:50:46","slug":"luxembourg-bis-brussel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlatter.bosshart.li\/de\/2010\/05\/02\/luxembourg-bis-brussel\/","title":{"rendered":"Luxembourg bis Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p>Nach drei Tagen in der sch\u00f6nen Stadt Luxembourg brachen wir auf Richtung Br\u00fcssel. Unsere Route f\u00fchrte uns an die deutsch-luxembourgische Grenze und von dort der Our entlang Richtung Norden. Luxembourg machte uns weiterhin einen sehr gepflegten, freundlichen Eindruck mit sch\u00f6nen Velorouten. Das alle Luxembourger scheinbar nebst luxembourgisch auch franz\u00f6sisch oder deutsch sprachen, fanden wir zun\u00e4chst toll. Schon bald zeigten sich jedoch die T\u00fccken: Wollten wir irgendwo etwas bestellen wussten wir jeweils schon zu Beginn nicht, mit welcher Sprache wir loslegen sollen. Normalerweise spricht man die Landessprache ein wenig oder versucht sich gleich auf Englisch oder so zu einigen.<\/p>\n<p>Die N\u00e4chte waren zwar noch immer kalt, die Tage aber angenehm und sonnig. Auf den Campingpl\u00e4tzen war man meist noch auf Camperbetrieb und nicht auf Zeltbetrieb eingestellt, so dass wir neben der Ben\u00fctzung der Toiletten und Duschen nicht viel profitieren konnten &#8211; aber immerhin. Das Tandemfahren machte wirklich Spass! Naja, h\u00e4tten sich uns da im Grenzgebiet Luxembourg \/ Belgien nicht die P\u00e4sse der Ardennen in den Weg gestellt. Die gingen bis unglaubliche 540 Meter \u00fcber Meer ;-). Auch wenn wir wirklich m\u00e4chtig ins Schnaufen kamen, war das nat\u00fcrlich halb so schlimm!<\/p>\n<p>Obwohl wir die Grenze zwischen Luxembourg und Belgien ohne Markierung \u00fcberquerten war sie doch gut zu sp\u00fcren. Die Strassen wurden etwas holperiger und sorgten daf\u00fcr, dass Martin so richtig gefordert wurde. Die offiziellen Velowege wurden von den Einheimischen als &#8222;magnifique&#8220; bezeichnet, waren dann \u00a0jedoch oft Pflastersteinwege und holprige Strassen. Na gut, wir sind wahrscheinlich etwas verw\u00f6hnt, schliesslich scheint es auch den vielen belgischen Rennvelofahrern auf diesen Strassen zu gefallen.<\/p>\n<p>Landschaftlich war die Stecke auch wirklich sch\u00f6n. Sie f\u00fchrte uns Kan\u00e4len und Fl\u00fcssen entlang, an welchen viele sch\u00f6ne Backsteinvillen, Felsen und W\u00e4lder zu sehen waren. In den kleinen St\u00e4dten Dinant und Namur gab es zudem Burgen und Schl\u00f6sser zu bewundern.<\/p>\n<p>Die Strecke von Namur bis Br\u00fcssel (mit 112 km unsere l\u00e4ngste Etappe :-)) f\u00fchrte uns sehr flach, auf den holperigen Strassen dem Kanal entlang und dem Wind entgegen. In Ronqui\u00e8res legten wir einen Zwischenhalt ein und besichtigten das Schiffshebewerk. In zwei Tr\u00f6gen k\u00f6nnen die Frachtschiffe mit Hilfe eines Schr\u00e4gaufzuges den H\u00f6henunterschied von knapp 70 Metern \u00fcberwinden. Der Transport eines Schiffes \u00fcber die schiefe Ebene dauert 40 Minuten. Wir haben uns immer wieder gefragt, ob sich das wirklich lohnt. Aber eben, die werden schon wissen, was sie machen. Eindr\u00fccklich anzuschauen war es sowieso. Ziemlich geschafft kamen wir Abends um ca. 19.30 im Zentrum von Br\u00fcssel an und stellten fest, dass wir weder eine Adresse noch eine genaue Karte von Br\u00fcssel besassen um herauszufinden, wo sich die Jugendherberge befindet. Gl\u00fccklicherweise wurden wir von drei Schweizern aus Vevey angesprochen welche uns dann mit ihrem Reisef\u00fchrer weiterhelfen konnten.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten zwei Tage besichtigten wir die Stadt. Die vielen Gegens\u00e4tze waren spannend &#8211; \u00e4rmere afrikanische oder islamische Viertel, die modernen Geb\u00e4ude der EU, die gepflegten P\u00e4rke, die multikulturellen M\u00e4rkte, die alten Geb\u00e4ude in der Innenstadt und unz\u00e4hligen Touristenrestaurants in den engen Gassen. Nat\u00fcrlich st\u00e4rkten wir uns zwischendurch immer mal wieder mit belgischen Waffeln :-)!<\/p>\n<p>Was uns besonders aufgefallen ist:<\/p>\n<ul>\n<li>Auch in Luxembourg und Belgien gibt es noch immer viele Pain au chocolat, Gaufres und Schokolade &#8211; und die belgische Schokolade ist leider wirklich gut&#8230;<\/li>\n<li>Die Reiseroutine hat sich mittlerweile eingestellt und fast alles hat seinen Platz :-), (nur das &#8222;Abwaschl\u00fcmpli&#8220; noch nicht)<\/li>\n<li>Der Fr\u00fchling zeigt sich &#8211; sch\u00f6ne Farben, vielf\u00e4ltige Blumen, Vogelgezwitscher, Jungtiere&#8230;<\/li>\n<li>Amsterdam \u00a0und Br\u00fcssel k\u00f6nnte man ohne Probleme auch in zwei Tagen besichtigen (so zwei kolumbianische Studentinnen aus Paris)&#8230; f\u00fcr uns undenkbar ;-)!<\/li>\n<li>Der Sprachkonflikt zwischen fl\u00e4misch Belgien und franz\u00f6sisch Belgien scheint schlimmer zu sein als der R\u00f6stigraben&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach drei Tagen in der sch\u00f6nen Stadt Luxembourg brachen wir auf Richtung Br\u00fcssel. 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